Seit zwei Jahren bin ich in dieser Stadt und habe mich ziemlich schnell in sie verliebt. Die Nähe zum Wasser, das Nachtleben und auch sonst alles, was diese Stadt zu bieten hat, sind einfach großartig. Die paar Idioten in der U-Bahn hält man dann nur zu gerne aus.
Die Fotos, die ich euch heute zeige, sind während eines kleinen Photowalks mit Rolf und Tien entstanden. Meine ersten Motive waren eher auf den Advent bezogen und sind heute nicht zu sehen, die Hafenbilder haben es mir eher angetan. In die Auswahl sind am Ende 5 Bilder gekommen, allesamt Langzeitaufnahmen. Mindestens eine zusätzliche Aufnahme habe ich noch, allerdings sind bei mir einige Dateien beschädigt, nachdem ich einen Lightroom-Katalog von einem Mac auf ein Windows-System übertragen habe.
Technische Details: Mein momentan übliches Equipment (550D + Tamron 28-75/2.8), gelegentlich ein Stativ und notgedrungen ein Paar dicker Winterhandschuhe.
Momentan spannt die Uni mich ziemlich ein, weshalb hier auch so wenig passiert. Eventuell wird es demnächst auch ein paar weniger fotografische Beiträge, dafür mehr Informatik geben (vielleicht etwas zu Computergrafik). Dazu finde ich während des Semesters eher die Zeit, da ich mich eh damit beschäftigen muss. Mal schauen.
Neu ist übrigens der Facebook-Daumen unter jedem Beitrag. Drückt gerne wenn ihr mögt.
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und so wie Theodor Storm schon wusste, dass man nebelige Abende an der Nordsee verbingen soll, habe auch ich die letzte Freitagnacht mit tollen Menschen mitten in der Ödnis des Watts genossen.
Abseites jedes städtischen Trubels erwachte der Leuchtturm Westerheversand in Westerhever durch die Energie fünfzig feierfreudiger Menschen zum Leben. Ich war ebenfalls eingeladen und hatte als absoluter Liebhaber von Meer, Watt und Winterlandschaften auch meine Kamera dabei, um am Morgen danach ein wenig durch die kalte Gegend zu streifen.
Viele Fotos sind es nicht geworden, darunter aber ein Glücksbild kurz nach unserer Ankunft am Freitag. Nachdem der Frost uns fast die Fahrt vermiest hätte und wir in einer Last-Minute-Aktion noch Winterreifen besorgen konnten, bot sich uns – zwei Stunden von Hamburg entfernt – ein wunderbarer Blick auf den klaren Sternenhimmel. Ohne Stativ und mit den schon nach kurzer Zeit steifgefrorenen Fingern nutzte ich einige Holzpfähle am Deich und ISO 3200 um spontan eine 30 Sekunden-Belichtung zu versuchen. Den helle Lichtkegel durch die Finsternis werfenden Leuchtturm konnte ich so zwar nicht wirklich erwischen, unsere Ankunft unter Sternenhimmel gefällt mir aber außerordentlich gut.
In der vollen Auflösung des Bildes kann man schon bei diesen 30 Sekunden Belichtung die Bewegung der Sterne Rotation der Erde bemerken. Das weckt in mir auf jeden Fall die Lust, mehr Sternenbilder zu machen. Leider ist das im Stadtgebiet ja nicht so gut möglich.
Obwohl es von der Farbstimmung absolut nicht zum Rest der Serie passt, habe ich hier dennoch ein Bild des Rückweges hochgeladen – uns bot sich nämlich ein wirklich wunderbarer Sonnenuntergang. Das Bild ist vom Deich aus aufgenommen – den Weg durchs Watt bis zum Turm mussten wir muss übrigens jeder zu Fuß zurücklegen, da im Nationalpark keine Autos fahren dürfen.
Mir hat der kurze Aufenthalt wieder gezeigt, wie sehr ich mein ganzes Leben lang schon die rauhe Nordsee liebe und dass so ein Leuchtturm wirklich eine großartige Sache ist. Das werde ich bei der nächsten Gelegenheit unbedingt wiederholen.
Und schon geht es mit den Experimenten weiter… Dieses Mal habe ich mir eine welkende Rose geschnappt und mit zwei Blatt Papier und einer Schreibtischlampe das erste Mal so eine Art Studiosituation geschaffen. Als die Blume hier nämlich ihren Kopf hängen ließ und ich sie schon fast wegschmeißen wollte, kam mir die Idee, sie fotografisch ein wenig in Szene zu setzen.
Was ich von den Ergebnissen halten soll, weiß ich selbst nicht wirklich. Allgemein sind Blumenfotos das letzte, was ich bloggen würde. Stillleben reizen mich auch nicht wirklich. Allerdings kann man mit ein paar guten Ideen sicher auch etwas richtig Spannendes erschaffen.
Dieses Mal gibt es allerdings keine außergewöhnlichen Fotos, sondern lediglich erste Experimente (ich komme von dem Wort irgendwie nicht los) mit Kunstlicht und verschiedenen Nachbearbeitungen.
Wer errät übrigens die Farbe der Blüte?
Nur ein Narr macht keine Experimente.
Charles Darwin
Es ist soweit: Das Studium hat mich wieder. Genau genommen hat es mich seit 3 Wochen bereits wieder. Die Semesterferien habe ich großteils damit verbracht, meine noch gar nicht so lange entfachte Liebe zur Fotografie auszuleben und wild herum zu probieren. In nächster Zeit wird sich das wohl auf die Wochenenden und gelegentliche unausgelastete Abende unter der Woche beschränken – ein normales Leben neben der Fotografie kann einen halt ganz schön einspannen. Gleichzeitig hat man dadurch, dass das ganze lediglich ein Hobby ist, die Freiheit, zu tun was man will.
So war ich neulich mit tollen Menschen zusammen bei einer Show, die ich selbst weniger toll fand. Genau genommen war das wohl eher eine Ausstellung mit sehr viel Modernem, Zeitgenössischen, herum kriechenden seltsamen Gestalten und viel… nennen wir es “Atmosphäre”. Kurz gesagt hat mir die Veranstaltung einfach nichts gegeben. Aber ich hatte meine Kamera dabei. Was also tun?
Das Licht war grauenhaft und die Stimmung vor Ort so ruhig, dass meine Spiegelreflexkamera bei jeder Auslösung die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich zog. Doch wenn sich dort nackte und mit Lehm beschmierte Männerkörper in Blätterhaufen räkeln, werde ich doch wohl die Chance nutzen und einfach mal ein bisschen herum experimentieren können. Die Freiheit muss man sich nehmen.
In solchen Lichtsituationen hatte ich mit meinem Tamron 28-75/2.8 vorher noch nie gearbeitet und habe mit dem Autofokus an dem Abend auch einige Grenzen ausgelotet. Die Bilder waren aber nur für mich und niemand anderen gedacht. Also habe ich auch auf die Gefahr hin, gar nichts zu erwischen einfach mal drauf gehalten und das getan, was mir spontan in den Sinn kam. Dementsprechend habe ich auch viel Ausschuss produziert – aber das ist in der digitalen Zeit ja kein Problem mehr. Im Endeffekt sind die Ergebnisse gar nicht so experimentell geworden – aber der Weg dahin war es. Stattgefunden hat die Veranstaltung übrigens in Hamburgs Grünspan.
Wie sieht es bei euch aus: Fotografiert ihr immer mit einem Ziel im Hinterkopf, arbeitet ihr sogar nach Auftrag oder nehmt ihr die Kamera in die Hand und knipst, wie es euch gerade passt? Und vor allem: Muss am Ende etwas dabei heraus kommen oder ist es auch völlig ok, von einer Fototour mal gar nichts mit nach Hause zu bringen?
Ich habe mir in den letzten Wochen ja schon das ein oder andere Spielzeug zugelegt. Das spielzeugigste von allen möchte ich euch allerdings heute vorstellen.
Wie viele von euch mitbekommen haben, war ich dieses Jahr auf der Photokina in Köln. Wie wohl etwas weniger mitbekommen haben, habe ich dort am Lomographie-Stand eine Kamera* geschenkt bekommen. Und wie nur ganz wenige mitbekommen haben, habe ich bereits 4 Filme verknipst.

Doch noch einmal von vorne: Was ist überhaupt Lomographie? Da darauf an anderen Stellen bereits sehr gut eingegangen wird, will ich hier nur das wesentliche nennen: Eine schnelle und trashige Art der analogen Fotografie, die mit günstigen Plastikkameras versucht, in jedem Moment bunte, knallige und möglichst unperfekte Bilder zu machen.
Eine klassische und mit zahlreichem Zubehör enorm erweitbare Lomo-Kamera ist die Diana. Da mir diese von anderen empfohlen wurden, war ich zuerst etwas enttäuscht, “nur” die Colorsplash* zu bekommen. Mittlerweile bin ich aber total glücklich mit der Kamera. Im Gegensatz zur Diana kann ich hier nämlich reguläre (und somit sehr günstige) Kleinbildfilme benutzen. Als besonderen Effekt besitzt die Kamera einen Blitz mit wechselbaren Farben. Zusätzlich kann man man mit Langzeit- und Doppelbelichtungen tolle Dinge anstellen.
Doch genug zum Gerät selbst. Nachdem man sich kurz an die Bedienung gewöhnt hat, kann man nämlich alles vergessen und der Spaß tritt in den Vordergrund. Ich nehme die Kamera mittlerweile auf jede Party mit und habe hinterher tolle und stimmungsvolle Fotos. Das soll keine Kunst sein, sondern bringt mir einfach Spaß und vor allem tolle Erinnerungen an vergangene Partys und Menschen, die ich dort getroffen und kennen gelernt habe.
Apropos Kennenlernen: Wer mit einer Lomo-Cam auf einer Party auftaucht, braucht keine Angst zu haben, den Abend alleine zu bringen. Automatisch wird man auf das Wundergerät angesprochen und nach einer kurzen Erklärung kann man es auch beruhigt aus der Hand geben und jeden ausprobieren lassen.
Ich könnte so noch ewig schreiben und werde das in zukünftigen Posts auch gerne weiter tun. Jetzt zeige ich euch hier aber lieber ein paar meiner ersten Bilder. Leider ist mein Scanner absolut nicht das beste Teil für diesen Zweck. Aber analoge Bilder sollte man meiner Meinung nach sowieso analog betrachten. Wenn wir uns also demnächst mal sehen, sagt mir doch vorher Bescheid, dann bringe ich Fotos mit.
Wer von euch hat denn schon mal mit Lomographie herumexperimentiert? Eure Erfahrungen, Empfehlungen, Begeisterung? Oder ist das alles nur ein doofer Hipster-Trend?
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Vor einigen Tagen bestellt, am Samstag endlich angekommen und gestern Abend bei schönstem Wetter in der schönsten Stadt der Welt gleich ausprobiert: mein neuer Kabelfernauslöser. Das Teil ist kinderleicht zu bedienen und wirkt bisher sehr robust und gut verarbeitet. Alle Features habe ich noch nicht ausprobiert, wohl aber das für mich interessanteste: die automatische Auslösung nach einem gewissen Zeitintervall.
Ohne große Ambitionen habe ich dann gestern gleich meinen ersten Versuch eines Timelapse-Videos gestartet. Die ersten Clips sind einfach nur irgendwie aufgenommen und beim Sonnenuntergang stand ich leider auf einer schwimmenden und schwankenden Plattform auf der Elbe. Aber mit den letzten Aufnahmen bin ich dann doch glücklich und einiges gelernt habe ich dadurch auf jeden Fall.
Hier also ein kurzes Video von einem Abend an den Hamburger Landungsbrücken. Es wird auf jeden Fall bald mehr davon geben.
Timelapse #1 from fotografdracula on Vimeo.