Visitenkarte

Am Wochenende traf ich in Bremen zufällig Vivien wieder. Nachdem ich mich als derjenige zu erkennen gegeben hatte, der während ihres Auftritts in Hamburg fotografierte, war sie erst total erstaunt, drückte mir dann aber lächelnd ihre Vistenkarte in die Hand.

Daraufhin musste ich auch lächeln: Was für eine angenehme Überraschung.

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Good vs Evil

Wie einige von euch wissen, studiere ich Informatik. Dieses Semester habe ich das Modul “Interactive Visual Computing” belegt, in dem es um algorithmengestützte Bildverarbeitung und Computergrafik geht. Insgesamt also sehr interessante Dinge. Wirklich!

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, mussten wir im Laufe der letzten drei Monate einen eigenen kleinen Animations-Film produzieren. Dafür standen uns allerdings keine unterstützenden Werkzeuge wie Blender, Cinema 4D oder Maya zur Verfügung, da wir auf unterster Ebene verstehen sollten, wie 3D-Grafik funktioniert. Als Renderer sollte stattdessen das Open-Source-Programm Povray verwendet wird – ein so genannter Raytracer, der aus selbst geschriebenem Code zur Szenenbeschreibung ein Bild generiert. Was am Anfang noch recht umständlich wirkte, machte uns am Ende des Semester aber ziemlich viel Spaß.

Wie aufwändig bereits kleine unbewegte Objekte sind, kann man sich an einem Beispiel klar machen. In Anbetracht dessen sind wir auf das Endergebnis ziemlich stolz. Über 3000 Zeilen Code und etwa 100 Stunden reiner Renderzeit sind in das Video geflossen, unsere Arbeitszeit (zu dritt) wird aber auch nicht wirklich geringer gewesen sein.

Viel Spaß mit dem Video, Feed-Leser müssen das Video vielleicht direkt bei Vimeo gucken.

Good vs Evil – An Epic Povray Movie from fotografdracula on Vimeo.

Die Musik stammt von Denny Schneidemesser, Sounds haben wir bei freesound.org bekommen. Texturen sind in Gimp, das Video selbst in Sony Vegas entstanden. Entwickelt haben Rolf, Thiemo und ich. Unter Linux, Windows und MacOS.

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Was ich bei einem Blitzworkshop gelernt habe

Am Wochenende war es also so weit: Ich habe bei Stefan Groenveld meinen ersten Blitzworkshop besucht. Es war ein toller Tag und über den Workshop selbst wurde an anderen Stellen bereits treffend berichtet. Lieber möchte ich niederschreiben, was ich von der ganzen Veranstaltung mitgenommen habe.

Kein Blitzkrieg ohne Materialschlacht – um das ganze mal in historisch fragwürdigen Metaphern auszudrücken. Mein Traum von der günstigen und mobilen Allround-Blitzausrüstung ist erst einmal geplatzt. Netterweise hatte Stefan einen Riesenberg an Equipment dabei, den wir gemeinsam erklimmen und ausprobieren konnten. Trotzdem werde ich versuchen, mit wenig Gerät viel Bild zu erreichen. Eine Softbox und ein kleiner Reflektor werden noch dazustoßen, dann möchte ich mich aber auch darauf beschränken. Ich muss nicht gleich für jede Art von Porträt gerüstet sein und werde versuchen, mit dem was ich habe sicher zu werden und gute Porträts reproduzierbar umsetzen zu können.

Das A und O sind Lichtformer. Durch Softbox, Beautydish und Co wird es uns möglich zu bestimmen, ob Licht gerichtet/ungerichtet und hart/weich auf das Motiv fällt. Durch mehr oder weniger teures Gerät versucht man eigentlich nur, diese beiden Charakteristika des Lichts zu beeinflussen.

Was bei einem Porträt funktioniert: Der bekannte Spruch “es gibt kein richtig oder falsch” ist auch am Sonntag oft gefallen. Dennoch möchte man als Workshopteilnehmer ja gerne Best-Practice-Tipps haben, um sich davon ausgehend experimentell weiter zu entwickeln. Was mir sehr geholfen hat, war Stefans Erklärung des Rembrandt-Dreiecks: Bei richtiger Positionierung der Hauptlichtquelle ergibt sich auf der dem Licht abgewandten Gesichtshälfte ein kleines Lichtdreieick, das besonders harmonisch wirkt. Davon ausgehend habe ich online bereits eine tolle Anleitung für ein Studioporträt gefunden. Auch die Faustregel “der Nasenschatten sollte den Mund nicht berühren” werde ich beim nächsten Porträt bewusst beherzigen.

Üben, üben, üben. Auch praktische Fotoaufgaben, die wir zu zweit oder zu dritt lösen sollten, hat Stefan uns am Sonntag gestellt. Die gemeinsame Besprechung in der Runde war Gold wert – und trotzdem kann so ein Berg von Informationen, wie man ihn an einem ganztägigen Workshop bekommt, erst in der Zeit danach wirklich praktisch umgesetzt und verinnerlicht werden. Darauf werde ich mich in nächster Zeit konzentrieren.

Jeder fotografiert anders – und damit meine ich nicht das in Fotografenrunden immer wieder auflodernde Nikon-vs-Canon-Geflame. Zum einen habe ich beim Ausprobieren am Sonntag gemerkt, dass ich mit Blitz, Softbox und Model vor meiner Kamera noch so überfordert bin, dass ich gar nicht mehr an mein grundlegendes Fotowissen denke und spontan alle Bilder überbelichte, bis mich jemand darauf hinweist. Zum anderen war es auch spannend, Stefans Einstellung “ich fotografiere so, wie das Bild am Ende sein soll und daher auch direkt in JPG” kennenzulernen. Für mich ist die digitale Bildbearbeitung von Anfang an Teil der Fotografie gewesen und da ich häufig bei sich schnell änderndem Bühnenlicht fotografiere, kann ich auf RAW keinesfalls verzichten – alleine schon, um den Weißabgleich nachträglich anpassen zu können. Aber so muss halt jeder seinen eigenen Weg finden, der vor allem auch zum konkreten Einsatzbereich passt.

Equipmenttechnisch bin ich nun schon ein wenig desillusioniert, allerdings habe ich auch eine Basis bekommen, von der ausgehend ich meinen eigenen Workflow entwickeln kann. Der Workshop hat definitiv Spaß gemacht – Stefan ist ein sehr angenehmer und unterhaltsamer Workshopleiter, der gut auf “ich rede, ihr hört zu” zu verzichten weiß und uns mit seinem Wissen allen helfen konnte. Zudem habe ich viele nette Leute kennengelernt, die man in Zukunft sicherlich noch das ein oder andere Mal wiedersehen wird.

Vielen Dank an Nadia, mit der zusammen ich vor Ort Fotos gemacht und Equipment ausprobiert habe. Sie war netterweise damit einverstanden, dass ich diesen Post mit meinen Aufnahmen von ihr etwas weniger textlastig gestalten konnte.

Für die Interessierten unter euch: Wie habe ich wohl welches Foto aufgenommen?

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Mehr Licht als Schatten: Mein erstes Porträtshooting

Mein Plan für 2011 wird jetzt schon überraschend gut durchgezogen: Die Beschäftigung mit der Blitz- und Porträtfotografie. Nachdem ich mir zu Weihnachten eine erste Ausrüstung zugelegt hatte, habe ich vergangene Woche die erste Gelegenheit eines gezielten Shootings wahrnehmen können, von dem ich heute die Ergebnisse präsentieren möchte. Doch eins nach dem anderen.

Meine Ausrüstung

Allgemein bin ich gegen große Materialschlachten und scrolle bei den meisten Technikbeiträgen in anderen Blogs lieber weiter zu den Fotos. Aus dem, was man zur Verfügung hat, das Beste zu machen, finde ich spannend und reizvoll, außerdem bevorzuge ich wenig und portable Ausrüstung für unterwegs.

Nun ist die Blitzfotografie aber gerade der Bereich, wo mit Aufsteck- und Studioblitzen verschiedener Leitzahlen, Funkauslösern, Softboxen, Lichtformen, Reflektoren aller Formate sowie Bespannungen und sonstigen Gimmicks um sich geworfen wird. Wenn man an den Porträtbereich denkt, ist das in vielen Fällen für den gewünschten Effekt natürlich unerlässlich – ich hab da trotzdem (noch) keine Lust drauf.

Irgendwie kam ich für den Kompromiss, den ich eingehen wollte, auf die Idee einer Startausrüstung für 300€. Plusminus, wie immer. Ein bezahlbarer Blitz, mit dem ich dennoch lange glücklich bin, eine Möglichkeit, selbigen auch “off camera” zu zünden und ein einfacher Lichtdiffusor sollten es werden. Die Produktlinks sind übrigens allesamt Werbelinks, bei erfolgreichem Kauf darüber würde ich also ein paar Cent bekommen, ohne dass ihr etwas drauf zahlt.

Blitz: Canon Speedlite 430EX II

Als Blitz habe ich mir das Original von Canon ausgesucht: Den Speedlite 430EX II. Genug Power und alle für mich nötigen Features hat er schon mal. Dass ich mich gegen einen (im direkten Vergleich günstigeren) Dritthersteller wie Metz entschieden habe, hat lediglich den Grund, dass Canons Gerät mir beim Anschauen im Laden wegen der etwas kompakteren Bauweise eher zugesagte.

Ohne viel an den Einstellungen herumprobiert zu haben, komme ich durch ein gesundes Trial-and-Error-Verfahren gut dem Teil zurecht und bin bisher absolut zufrieden.

Blitzdiffusor

Kurz hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mir direkt eine kleine Softbox anzuschaffen. Auch wurden mir bereits von mehreren so ein Aufsteckdiffusor aus Plastik empfohlen. Gegen letzteren habe ich mich entschieden, da man so ein starres Teil nicht einfach mal schnell in jede Tasche stopfen kann und unter den Softboxen habe ich auch noch nicht die richtige für mich gefunden. Außerdem will ich ja klein einfangen und trotzdem das Licht etwas weicher machen. Also bestellte ich mir die Duschhaube von B.I.G.: Kompakt, günstig und zweckerfüllend – genau das richtige für den Moment.

Blitzfernauslöser

Wenn man sich vom unschön geblitzten Bild wie bei Kompaktkameras entfernen und bewusst Effekte erzeugen möchte, muss die Lichtquelle runter von der Kamera und frei positioniert werden. Also bestellte ich mir den günstigen Blitzauslöser Phottix Aster – um beim Auspacken und ersten Testen auch vorerst zufrieden zu sein. Leider hatten wir beim Shooting ziemlich mit dem Teil zu kämpfen, da es sehr unzuverlässig arbeite – gefühlte 30% aller Blitzauslösungen wurden nicht gezündet.

Dabei ist die Empfänger-Sender-Kombination eigentlich schon kompakt und intuitiv benutzbar. Es kann sogar zwischen zwei Übertragungsmodi gewählt werden – W (Wireless) und L (optische Übertragung durch Triggern mit dem internen Blitz). Im Wireless-Modus weigerte der Blitz sich wie erwähnt oft, zu zünden – ohne, dass wir jedoch herausfinden konnten, ob Entfernung, Position oder Verdeckung des Empfängers etwas damit zu tun hatten. Mit der optischen Übertragung wurde der Blitz überraschenderweise immer gezündet, selbst wenn wir den Empfänger mit der Hand abschirmten. Leider half uns diese Erkenntnis auch nicht weiter, da die Synchronisierung von Aufnahme und Blitz nicht funktionierte und der externe Blitz erst zündete, als die Belichtungszeit schon längst vorbei war. Insgesamt also eine äußerst frustrierende Arbeit, die einen Großteil der Energie für das Shooting absorbiert hat. Sowas geht nicht, deshalb habe ich von meinem Rückgaberecht Gebrauch gemacht und mittlerweile stattdessen den Phottix Strato erworben (der ist auch auf dem kleinen Foto hier zu sehen). Mal schauen welche Erfahrungen ich damit mache.

Was noch fehlt

Für das Shooting konnte ich mir zum Glück einen simplen Faltreflektor ausleihen, der wirklich ein tolles Tool ist! Direkt angeblitzt kann er als große und diffuse Lichtquelle missbraucht werden, alternativ leitet er Licht gezielt auf bestimmte Bildelemente. So haben wir zum Beispiel versucht, Schatten im Gesicht zu minimieren oder überhaupt nur Oberkörper und Gesicht aufzuhellen. Das Hilfsmittel wird also auch noch zu meiner Ausrüstung stoßen und damit die ursprüngliche 300€-Grenze endgültig knacken.

Das Shooting

Nun aber zum spannenden Teil: Dem Shooting an sich. Die Gelegenheit dazu hat sich überhaupt erst ergeben, weil Julian mich ansprach. Ebenso wie ich Informatik-Student, hat er eine Website mit Blog, für die ihm aber noch vernünftige Fotos fehlten. Fotos für ihn, eine tolle Erfahrung für mich. Na wenn das keine Win-Win-Situation ist.

Auch in anderer Hinsicht war das ganze eine Premiere, da ich mit Rolf an meiner Seite das erste Mal so etwas wie einen Assistenten hatte. Mit Reflektor und ohne Stative war das aber auch dringend notwendig und sehr hilfreich, da wir flexibel auf dem Hamburger Informatik-Campus herumlaufen wollten. Vielen Dank nochmal!

Ohne im Vorhinein konkrete Vorstellungen zu haben, experimentierten wir einfach drauf los und probierten verschiedene Dinge aus – insgesamt ganze drei Stunden lang. Im Vorhinein war ich ziemlich aufgeregt, da mir unklar war, wie ich Julian dirigieren oder anleiten sollte. Da mir außerdem die Erfahrung mit dem neuen technischen Spielzeug fehlte, habe ich bei allem, was ich lichttechnisch ausprobierte und umstellte immer laut gedacht. Dadurch war ich zwar fast die ganze Zeit am Reden, allerdings gab es keine peinliche Stille und auf stumpfe Fotografensprüche a la “Ja! Sehr schön. Klasse! Wunderbar.” konnten wir meist auch verzichten.

Einfach laut zu denken ist glaube ich eine gute Strategie. So habe ich zum Beispiel ein Foto gemacht, wir haben es uns zu dritt angeschaut und Meinungen in den Raum geschmissen um zu diskutieren, was man besser machen könnte. Diese Herangehensweise gemischt mit meinen eigenen Anweisungen und Vorschlägen sind sicherlich ein guter Weg, um gemeinsam zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Manchmal kam es mir aber auch so vor, dass ich zu viel selbst bestimmt habe. Darauf angesprochen, meinten Julian und Rolf aber, dass es für sie auch irgendwie die Idee des Fotografen sei, wie das Endbild auszusehen habe und recht einseitige Kommunikation daher auch okay sei. Ich fühle mich da noch unsicher und werde beim nächsten Mal auf jeden Fall genauer drauf achten.

Rolf mit Blitz und Reflektor

Auf technischer Seite sah meine Herangehensweise meist so aus, den Blitz direkt auf den Reflektor zu richten und Rolf damit seitlich neben Julian zu stellen. Den Winkel, in dem er von mir entfernt stand, konnten wir je nach Bildwirkung verändern. Ein großer Winkel hieß, dass Julian sehr seitlich angeblitzt wurde, was Schatten auf der Blitz-abgewandten Gesichtshälfte erzeugte, ihn aber schön vom Hintergrund abhob. Bei kleinem Winkel dagegen wurde das Gesicht gleichmäßig ausgeleuchtet, der Hintergrund aber auch. Zwischen diesen beiden Fällen haben wir immer versucht einen guten Mittelweg zu finden.

Die Bilder in unserem von Rohren eingerahmten Informatik-Keller (liebevoll Half-Life-Gang genannt) sind allerdings ohne Blitz entstanden. Eine Neonröhre lieferte genug Helligkeit von der einen Seite, die andere leuchtete Rolf mit dem Reflektor aus. Hier habe ich mal wieder festgestellt, wie viel Spaß das 50mm/1.8-Objektiv macht – alle Bilder davor sind meinem Tamron 28-75/2.8 entstanden.

Dinge gelernt. Und weiter?

Ein erstes Fazit für mich selbst lautet also: Geil! Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, für ein allererstes Mal mit dem Blitz bin ich mit den Ergebnissen auch sehr zufrieden. Den einzigen Schatten auf den ganzen Nachmittag hat der ewige Ärger mit der Technik geworfen. Zeit sollte zum Fotografieren und nicht zum Lösen technischer Probleme genutzt werden.

Auf jeden Fall werde ich in der nächsten Zeit versuchen, öfter solche Gelegenheiten zu bekommen. Vielleicht braucht wer von euch ja noch Fotos? Ansonsten beschäftige ich mich weiter mit der Blitzfotografie – am Sonntag geht es damit direkt weiter, denn ich werde das erste Mal an einem Blitzworkshop teilnehmen. Mal schauen, was Stefan Groenveld da mit uns vor hat.

Nachtrag: Seinen Bericht aus der anderen Perspektive findet ihr drüben bei Julian.

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Expelliarmus

Das letzte Jahr war gut – nur auf dem letzten Stück wurde die Zeit dann doch zu knapp, als dass es zu einem Jahresrückblick hier im Blog gereicht hätte. Ist aber für bald angedacht – wenn sich meine Fotoerfahrung das erste Mal jährt.

Zweitausendelf wird einiges mit sich bringen, im Studium bahnt sich ein erster Abschluss an und bevor die Reise dann weitergeht, möchte ich ein paar Pläne umsetzen, die gerade noch reifen.

Fotografisch wage ich mich jetzt wie geplant an die Blitzfotografie heran, statte mich momentan ein bisschen zu doll mit Equipment aus, werde am Mittwoch mein erstes Portraitshooting haben und diesen Monat wohl einen Fotoworkshop besuchen. Und ihr so?

Das da oben bin übrigens ich, in ein neues Jahr rutschend. Ich hoffe ihr habt das auch getan. Und das Bild hat Rolf gemacht.

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Schleierhaftes Himmelsschauspiel

Wie ihr sicherlich alle mitbekommen habt, bot sich einem heute Vormittag um 9.25 Uhr das Schauspiel einer partiellen Sonnenfinsternis. Erde, Mond und Sonne befanden sich so in einer Reihe, dass der Mond seinen Schatten auf die Erde warf und die Sonne in Hamburgs Breiten zu drei Vierteln verdeckte.

Ich hörte in den letzten Tagen davon und mobilisierte zwei Freunde um gemeinsam einen Versuch zu starten, die Himmelskörper über Hamburgs Hafenkulisse abzulichten. Solche Aufnahmen gibt es zwar schon zu Hauf, aber ein schöner Satz, den ich in den letzten Tagen irgendwo las, beschreibt ganz schön, warum man sich davon nicht abhalten lassen sollte.

Schöne Bäume gibt es viele. Der schönste ist aber immer noch der eigene.

Gestern Abend schaute ich dann noch spontan bei Freund Google vorbei und suchte nach Dingen, die man beim Fotografieren einer Sonnenfinsternis oder allgemein Himmelsfotografie vielleicht beachten sollte. Abgesehen von einer langen Brennweite war außerdem an allen Stellen von Abdunklungsfolien die Rede – die ich so schnell natürlich nicht auftreiben konnte. Scheinbar kann man bei leichter Bewölkung und genügend kleiner Blendenöffnung aber auch auf solche Folien verzichten. “Wolken? Na das wird in Hamburg doch wohl zu machen sein.”, dachte ich mir daher und wünschte es mir vielleicht ein wenig zu fest. Alles was sich sich uns heute nach einer kleinen Fährfahrt auf der Elbe nämlich bot war diesiges Wetter und eine dichte graupe Suppe, die den ganzen Himmel verschleierte.

Bei den momentanen Temperaturen haben wir es im Freien auch nicht allzu lange ausgehalten und uns dann gemeinsam auf den Weg zur Uni gemacht – zwar etwas enttäuscht aber auch nicht komplett unzufrieden. Man kann halt nicht immer perfekte Vorraussetzungen haben und trotzdem das Beste daraus machen.

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