Der Weg zum Motiv

Ich war in der Nähe von Hamburg auf einem Bauernhof – natürlich mit meiner Kamera. So ziemlich alles, was ich wollte, konnte ich dort auch fotografieren. Der Höhepunkt war die Nachricht, dass ein Kalb gerade das Licht der Welt erblickt habe. So hatte ich das Glück, die ersten Schritte des Kindes und die Fürsorge der Mutterkuh miterleben und festhalten zu können.

Ich finde es gut, mit der Kamera mal an Orte zu kommen, die man so nicht gewohnt ist. Für mich ist das spannender, als einfach aus dem Haus zu gehen um “mal ein bisschen zu fotografieren”. So habe ich mich im Vorhinein auf die Motive, die mich erwarteten, etwas vorbereitet und mir vor allem Tierfotos im Netz angeschaut und gelesen, was andere so über Tierfotografie schreiben.

Immer möglichst auf Augenhöhe mit den Tieren kroch ich also durch den Dreck und versuchte, ein paar gute Momente einzufangen. Am schwierigsten gestaltete sich die zusätzliche Neugewöhnung an mein 50mm/1.8 Objektiv, da es teilweise kompliziert war, den Fokus bei einer Blende von 1.8 bis 3.2 exakt auf die Augen zu legen. Also arbeitete ich teilweise mit dem manuellen Fokus, was vor allem in dunklen Umgebungen (Stall) problematisch wird.

Insgesamt finde ich es aber klasse, dass man durch das Interesse, neue Motive zu finde, auch mal extra an Orte geht, wo man sonst nicht hinkommen würde. Mein nächster Plan ist wohl Hagenbacks Tierpark, wofür ich mir aber noch das Eintrittsgeld zusammensparen muss. Als ich meine Kamera ganz neu hatte, bin ich auch mit Tien nachts in die Speicherstadt gegangen um diese berühmten Langzeitbelichtungen auszuprobieren.

Begebt auch ihr euch extra auf besondere Touren um zu Motiven zu kommen oder lasst ihr euch lieber von Motiven überraschen, wenn ihr sowieso unterwegs seid und nichts spezielles im Auge habt?

Einige Ergebnisse vom Bauernhof könnt ihr euch auf flickr anschauen.

Zu diesem Artikel vom 9. Mai 2010 gibt es bisher 9 Kommentare.

Alles neu

Bereits des öfteren habe ich mich an einem Blog versucht, jedoch ist das ganze immer wieder eingeschlafen. Da ich nicht weiß, ob ich dieses mal am Ball bleiben werde (was ich doch sehr hoffe), bin ich erstmal bei wordpress.com, von wo aus ich ja notfalls meine Inhalte exportieren kann.

So begann mein letztes Blogexperiment vor wenigen Wochen. Schnell habe ich dann eines gemerkt: Das Bloggen macht Spaß! Einige Zeit später und in einer völlig anderen Themenrichtung angekommen, als ursprünglich geplant, sitze ich hier nun und tippe ihn: Den ersten Beitrag mit der neuen Domain, dem neuen Blogdesign und jetzt auch neuen Zielen. Vom ursprünglichen Notizblock für Nerdkram bin ich zu einer Art Fotoblog gekommen, die vielleicht noch nicht die spektakulärsten Fotografie-Themen enthält, dafür aber meinen bisher sehr kurzen Weg in der fantastischen Fotowelt begleitet.

Das Design ist schlicht und simpel, vielleicht für manchen Geschmack auch zu langweilig oder unmodern. Ich jedoch denke, einen guten Kompromiss gefunden zu haben und meine Inhalte ansprechend präsentieren zu können, ohne dass die Seite überladen wirkt. Wer ausschließlich an Inhalten interessiert ist, dem sei der Feed ans Herz gelegt.

Ein wenig stolz bin ich auf die Tatsache, das Template für den Blog fast komplett selbst gebaut zu haben. Daher kann es aber auch passieren, dass es an der ein oder anderen Stelle noch hakt. Über Fehlermitteilungen in den Kommentaren wäre ich in dem Fall sehr dankbar.

Zu diesem Artikel vom 8. Mai 2010 gibt es bisher 7 Kommentare.

Eine objektive Kaufentscheidung

Fast jeden, der sich etwas mit Fotografie beschäftigt, wird dieses Objektiv in Verlockung führen: Der Klassiker, eine 50mm Festbrennweite mit 1,8 Anfangsblende Offenblende. So ist es auch bei mir geschehen, und da ich mich im letzten Post bereits über die mangelnde Lichtsärke meines Kitobjektivs ausgelassen habe und ich heute Nachmittag wieder die Gelegenheit habe, bei einer Veranstaltung mit showtypischen Lichtverhältnissen zu fotografieren, musste der Spontankauf sein.

Jetzt noch ein paar Testshots zum Warmwerden knipsen, dann geht es auch schon los. Übrigens wurde mein vorurteilsbehaftetes Bild der Saturnpreise etwas korrigiert, da ich das Objektiv dort für 109€ bekam, während es heute bei Amazon 115€ kostet.

Zu diesem Artikel vom 4. Mai 2010 gibt es bisher 9 Kommentare.

Erste Showfotos

Ein Kaufgrund für meine EOS 550D war, dass ich mit der alten Kompaktkamera (eine Casio Exilim) schnell an die Grenzen des Machbaren stieß, am häufigsten passierte dies, wenn ich Bühnenshows mit typischer Beleuchtung fotografieren wollte.

Am letzten Wochenende hatte ich auf der Braunschweiger Jonglierconvention dann die erste Gelegenheit, die Canon diesbezüglich auf die Probe zu stellen. Zwar muss ich noch viel mit den Einstellungen herum spielen, insgesamt bin ich mit den Ergebnissen aber zufrieden.

Die Herausforderungen bei der von mir fotografierten Show waren vielseitig. Available Light Fotografie ist in so dunklen Umgebungen ja bereits keine einfache Sache. Zusätzlich konnte ich die Belichtungszeiten nicht zu lang wählen, da auch viel Bewegung eingefangen werden musste. Die nicht sehr hohe Lichtstärke meines 18-55mm Kitobjektiv machte das ganze nicht leichter. So blieb mir teilweise also nur die Möglichkeit, sehr hohe ISO-Werte zu wählen, um erträgliche Belichtungszeiten zu erhalten.

Hier spielt die 550D nun ihre Stärken aus. Dass die Kamera auch in hohen Empfindlichkeiten noch sehr rauscharm ist, wusste ich aus Tests. Erste Kontrollblicke auf das Kameradisplay vor Ort überraschten mich und andere Fotografen vor Ort dann aber doch. Der Vergleich mit einem ebenfalls anwesenden Nikon-Besitzer zeigten deutliche Unterschiede. Zwar stellte sich bei genauer Betrachtung am PC dann doch ein leichtes Rauschen fest, dieses war mit etwas Korrektur in Lightroom aber schnell in den Griff zu kriegen.

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Lochkamera

Das Prinzip einer Lochkamera ist faszinierend. Ein mehr oder weniger scharfes Bild komplett ohne Linsen erzeugen zu können finde ich klasse! Man mag sich nur einmal die Begeisterung der ersten Fotografen vorstellen, die dieses Prinzip für sich entdeckten.

Als ich neulich meine neue Canon in der Hand hielt und bemerkte, dass sie sich komplett ohne Objektiv bedienen und auslösen lässt, kam mir sofort die Idee, den Body der Kamera als Fotopapier für eine selbst gebaute Lochkamera missbrauchen zu können.

Natürlich war ich mit dieser Idee nicht der erste. Als ich aber vom heute stattfindenden World Pinhole Photography Day erfuhr, war meine Begeisterung ungebrochen.

So habe ich mit primitivsten Mitteln aus Haushaltsmaterial eine einfache Kamera gebaut. Auf Anleitungen, die es dazu im Netz zu Hauf gibt, habe ich dabei bewusst verzichtet, da ich auch fehlerhafte Erfahrungen gerne selbst machen wollte. Sollte Interesse bestehen, kann ich die kurzen Schritte und Überlegungen, die ich mir zum Bau gemacht habe, gerne auch posten.

Obwohl mein Testbild zu Hause Hoffnung machte, waren die Fotos der ersten Tour sehr unscharf. So habe ich es also mit einer noch kleineren Öffnung versucht, was auch Besserung mit sich brachte, wenn auch bei weitem keine so scharfen Bilder, wie man sie an verschiedenen Stellen findet.

Hier nun zwei leicht bearbeitete Bilder. Ich habe lediglich an den Farben und am Kontrast etwas herumgeschraubt, die Schärfe bzw. vielmehr die Unschärfe habe ich nicht verändert.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Desaturiert, Kontrast leicht erhöht.


15 Sekunden, ISO 800, Gimp: Kontrast leicht erhöht.

Die Dunkelzelle, bestehend aus Popcorneimer und einem Buch als Abdeckung.

Zu diesem Artikel vom 25. April 2010 gibt es bisher 3 Kommentare.

Rasterfahndung

Skandal! Der Herr uriniert nämlich direkt vor meinem Fenster. Das passiert hier in letzter Zeit öfter. Auch das brisante Material der Fluchtdokumentation liegt mir vor.

Zu diesem Artikel vom 22. April 2010 gibt es bisher keinen Kommentar.
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