Ich fotografiere immer noch in RAW

Wie gesehen, kann man aus einer unterbelichteten Aufnahme im RAW-Format deutlich mehr rausholen, als ein JPEG das erlauben würde. Aber einen weiteren Vorteil habe ich heute mal wieder zu schätzen gewusst: die nachträgliche Anpassung des Weißabgleiches.

Schnell das Technische: der Weißabgleich passt die aufgenommenen Farbdaten an die Farbtemperatur des Lichtes zum Aufnahmezeitpunkt an. Einfach gesprochen verhindert das einen Farbstich des Bildes und macht weiße Flächen wirklich weiß. Die Kamera kann versuchen das selbst zu erkennen, man kann esvor der Aufnahme manuell einstellen ooooder man nimmt sich am Computer die Rohdaten aus der Kamera und legt den Weißabgleich hinterher selbst fest.

Zugegeben: Bei normalem Tageslicht liegt automatische Weißabgleich fast immer richtig und ist völlig ausreichend. Da ich aber viel mit Bühnenlicht mache, das gerne auch mal wechselt und am allerliebsten knallerot ist (rotes Licht brennt großflächig die Details aus) ist die nachträgliche Anpassung oft schon ein Muss. Und auch hier hat mich das Ergebnis sehr erstaunt. Unter dem ganzen roten Matsch waren doch tatsächlich noch Hauttöne versteckt!


One Response to “Ich fotografiere immer noch in RAW”

  1. Pablo sagt:

    Du willst uns das verrauschte bunte Ding doch hier nur wieder als Kunst verkaufen!
    Wenn sonst keiner “trollt” muss ich das halt machen. ;)

    RAW ist einfach großartig. Und dabei geht es nicht um “falsch belichten” oder “falschen Einstellungen” sondern einfach auf Nummer sicher gehen und hinterher auch deutlich bessere Möglichkeiten in der bearbeitung zu haben.

    Außerdem wichtig, Lightroom Presets wirken sich auf JPEG Bilder oft völlig anders aus, als auf RAW Bilder! Die sind auf RAW Datein ausgelegt. (Das hast du in deinen beiden Artikeln noch nicht erwähnt, deshalb klugscheiße ich hier rum…)

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