Wer fotografiert, sollte auf jeden Fall die wichtigsten Fotografen unserer Zeit und definitiv auch die einflussreichsten Fotokünstler der vergangenen Jahrzehnte kennen. Ein vernünftiger Zugang zur Materie ist einem nur möglich, wenn die eigenen Erfahrungen auf einer geschichtlichen und allgemein verbreiteten Basis stufen. Dabei lernt man bedeutende Fotografien kennen und lässt sich selbst von den vielfältigen Persönlichkeiten und ihren Bildern inspirieren. Nur die Auseinandersetzung mit den bekannten Bildern der ganz Großen erlaubt es einem, einen eigenen Bildgeschmack zu entwickeln. Und selbst, wer absolut neue Wege bestreiten möchte, muss zumindest wissen, was andere bereits gemacht haben.
(Fiktive Koryphäe Eins)
Wer fotografiert, sollte versuchen, einen eigenen Stil zu finden, statt anderen nachzueifern. Daher ist es nur störend, wenn man sich mit den bekannten Fotografen der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigt. Das Tolle an der Fotografie ist doch, dass jeder Großartiges erschaffen kann, ohne über ein historisches Wissen zu verfügen. Und seien wir doch mal ehrlich: Macht das freie Fotografieren ohne große Überlegungen nicht am meisten Spaß?
(Fiktive Koryphäe Zwei)
Ich stehe wohl irgendwo zwischen den beiden Positionen, kenne selbst aber kaum welche der berühmten Fotografen. (Bekannte) Fotos schaue ich mir natürlich trotzdem gerne an, sei es zur Inspiration, weil ich Fotos einfach gerne mag und auch, weil ich denke, dass dadurch das eigene Auge geschult wird.
Was denkt ihr dazu? Sollte man als Fotograf die bedeutenden Persönlichkeiten kennen oder sind Namen und Berühmtheit nur Schall und Rauch? Und fallen euch Namen ein, wo ihr direkt sagt: “DEN musst du wirklich kennen”?
Für mich ganz klar, Namen sind Schall und Rauch.
Ich kannte vor der Photokina nicht einen einzigen “Erfolgreichen” Fotografen mit Namen. Klar hat man schon oft Fotos von berühmten Fotografen gesehen, aber es geht für mich um das Bild, und nicht um den Menschen hinter der Kamera.
Ich finde es genügt, einfach aufmerksam zu sein, sich aber natürlich diverse Fotografien anzuschauen. Berühmte wie Amateurfotos, denke die Mischung macht es. Ausstellungen, Diashows im Internet, Flickr, oder auch nur eine Diashow von einem Bekannten, können doch schon inspirieren.
Dem schließe ich mich an!
Schwierige Sache, zumal Fotografie ja eine Kunstform ist und es sich naturgemäß wunderbar darüber streiten lässt. Aber ich glaube schon, dass es immer Künstler gibt die wichtig sind weil sie nachfolgende Generationen beeinflusst haben. Ich kann zum Beispiel nicht viel mit Picassos Bildern anfangen, glaube aber, dass er extrem wichtig für die gesamte Kunstszene war und bis Heute ist.
Ähnliches gibt es meiner Meinung nach auch in der Fotografie, vermutlich in etwas kleineren Maßstab. Hier wäre Henri Cartier-Bresson zu nennen DER Fotograf des letzten Jahrhunderts. Zumindest sagen das viele Leute, und ich persönlich kann mich da Teilweise anschließen.
Was er gemacht hat würden wir heute wohl als Street-Fotografie bezeichnen.
Ein anders Beispiel wäre Ansel Adams, Naturfotograf, geniale Bilder.
Was ich auch immer interessant finde ist über die Denkweise und/oder Arbeitsweise solcher Leute zu erfahren. Bresson hat oft seine Fotos mit Freunden und Bekannten aus dem Gedächtnis “nachgestellt” wenn er die original Szene nicht Fotografieren konnte.
Adams hat irgendwann mal gesagt das man sich glücklich schätzen kann wenn man in einem Jahr 2-3 herausragende Bilder Produziert, oder so ähnlich.
Solche Leute als inspierationsquelle? Ja! genauso wie Unbekannte, Erfolgreiche, Profis oder Amateure. Zuviel Inspiration gibt es nicht!
So ist nen bisschen länger geworden…
um welches nikon-kameramodell handelt es sich auf dem teaser?
Hey Rufus,
das ist eine Nikon EM: http://fotografdracula.de/2010/09/analoges-schatzchen/