Ukraine

Nach vielem Herumsortiere, Hochladen und Weitergeben an verschiedenen Stellen habe ich nun auch eine Auswahl meiner Fotos aus der Ukraine bei flickr abgelegt. Hierfür habe ich mich entschieden, allen Bildern einen mehr oder weniger einheitlichen nostalgischen Look zu verpassen, der die Stimmung der Aufnahmen unterstützt. Ich hoffe, es hierbei nicht übertrieben zu haben.

Wie man an den Fotos übrigens auch sieht, bieten sich einem in der Ukraine unglaublich viele sehr klischeehafte Szenen. Ich war überrascht, dass dort (fast) alles so ist, wie man es aus Filmen oder von Vorurteilen her erwarten würde. Die Ukraine ist unglaublich arm und das merkt man an allen Ecken des Lebens. So sind zum Beispiel die Straßen in einem katastrophalen und (in der Stadt) total vermüllten Zustand.

Auch die Mentalität der Ukrainer ist auf den ersten Eindruck so, wie man es sich vorstellt: Kühl und abweisend. Wenn zwei Ukrainer sich zur Begrüßung die Hände geben, dürfen sie sich nicht in die Augen schauen. Wir hatten während unseres dreistündigen Aufenthalts an der Slowakisch-Ukrainischen Grenze also viel Spaß dabei, die Grenzer zu beobachten, wie sie kurz vor der Handberührung ihren Kopf deutlich zur Seite oder nach unten drehten. Auch ist mir aufgefallen, dass die Menschen in der Stadt alle einzeln unterwegs zu sein schienen. Jeder hatte ein deutliches Ziel vor Augen und kleine herumschlendernde Gruppen, wie sie auf deutschen Straßen oft unterwegs sind, waren überhaupt nicht zu sehen.

Was mich aber positiv überraschte, war die Offenheit, mit der uns die Menschen auf dem Dorf begegneten und welchen Spaß wir gemeinsam hatten. Dass Lebensfreude nichts mit Reichtum zu tun hat, ist mir da noch einmal sehr deutlich geworden. Von Olga, der Bedienung in der örtlichen Dorfkneipe, immer beim Wechselgeld beschissen zu werden, gehört aber natürlich trotzdem dazu, wenn man als Deutscher zu Besuch ist.

Auch die Landschaft, die sich mir rund herum bot, war atemberaubend. Mitten in einem Tal, umgeben von bewaldeten Hängen, gab es tolle Wolkenspiele zu beobachten. Leider war es gar nicht so einfach, einen freien Blick auf diese Schauspiele zu bekommen, da an allen Stellen alte sowjetische Bauten oder abenteuerlich konstruierte Strommasten in den Himmel ragten.

Die Gelegenheit, in die Ukraine zu fahren, bekam ich übrigens durch das BIRD-Festival, zu dem ich mit dem Hamburger Circus Mignon sowie der Berliner Elektro-Band Mundoloco reiste. In dieser Gruppe habe ich sehr viele neue Leute und Freunde kennengelernt. Danke euch allen für die tolle Zeit!

Bilder gibt es nach dem Klick.


6 Responses to “Ukraine”

  1. Line sagt:

    Ich mag deine Bidler sehr!
    Unfassbar dass du erst seit so kurzem fotografierst (:

  2. Pablo sagt:

    Finde die auch sehr gelungen, besonders weil es eben genauso aussieht wie ich es mit vorgestellt habe. :D
    Und du hast die recht “altmodischen” Motive noch super hervorgehoben durch die Beitung ins “alte”.

    Schöne Fotos :)

  3. Flo sagt:

    Danke, solche Kommentare motivieren ungemein. :)

  4. Joe sagt:

    Wirklich tolle Fotos. Kann mich da nur anschließen. ;-)

  5. [...] wirklich alles dabei! Einige Nummern des Programms “My Way” kannte ich bereits aus der Ukraine, wo ich gemeinsam mit einem Teil der Gruppe selbst auf der Bühne stand, die volle Packung [...]

  6. [...] waren etliche Experimente aus allen möglichen Richtungen dabei, besondere Gelegenheiten wie mein Ukraine-Aufenthalt und verschiedene Überlegungen die ich auf meinem Weg so angestellt [...]

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